Zurück

Erweiterung „Upper Rhine traffic management platform“ lanciert

Im Januar erfolgte in Strasbourg die Lancierung der Erweiterung des gemeinsamen Verkehrsmanagements der Oberrheinhäfen unter dem Titel „Upper Rhine traffic management platform“. Mit Unterstützung der EU arbeiten die neun Oberrheinhäfen an der Erstellung einer gemeinsamen IT-Plattform zur Optimierung der Logistikabläufe in den Häfen und Terminals.

In ihren einleitenden Worten ging die Präsidentin des Port Autonome de Strasbourg, Catherine Trautmann, auf die zentrale Verkehrslage des Oberrheins im europäischen Verkehrsnetz ein und machte deutlich, dass die Binnenschifffahrt in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Innovation in diesem Bereich sei hierbei entscheidend für die Entwicklung des umweltfreundlichen Güterversands und –empfangs auf dem Wasser. Dies wurde auch von der Vertreterin des Projektträgers bei der Europäischen Kommission, Frau Vassilia Argyraki, bestätigt. „Der Rhein-Alpen-Korridor hat einen hohen Mehrwert für Europa, da er große Wirtschaftsräume miteinander verbindet“, so Vassilia Argyraki. „Die Europäische Kommission schreibt den Häfen am Oberrhein eine Schlüsselfunktion in Bezug auf die Förderung des Binnenmarktes in der Schifffahrt und die Entwicklung der multimodalen Transportnetzwerke zu.“

Hohe Erwartungen an Schiffsanmeldesystem

Entsprechend werden an das Umsetzungsvorhaben auch hohe Erwartungen gesetzt. Ein zentraler Baustein wird die Einführung der RPIS (RheinPorts Information System)-Plattform sein. Die RPIS-Plattform wird in einem progressiven Ansatz zunächst an den drei RheinPorts-Hafenstandorten mit insgesamt sieben Containerterminals eingeführt. Die Plattform wird mit in der Entwicklung stehenden Informationssystemen der Rheinschifffahrt vernetzt und soll einen transparenten Informationsfluss zwischen Transportunternehmen, Terminalbetreibern sowie den Schleusen ermöglichen. Hierfür können die Häfen auf mehrjährige Vorarbeiten der RheinPorts Basel-Mulhouse-Weil am Rhein aufbauen.

Im Rahmen einer Diskussionsrunde informierten die ersten Nutzer der IT-Plattform (Terminalbetreiber, Hafenvertreter und Logistikdienstleister) über ihre Erfahrungen im Umgang mit der Plattform. Ein zentrales Element ist aus deren Sicht Überwindung traditioneller Denkstrukturen sowie die Bereitschaft, sich gemeinsam mit anderen Marktpartnern an innovativen Verkehrsstrategien zu engagieren.

Zur weiteren Umsetzung

Die Teilnehmer der Veranstaltung erhielten vom Projektteam Informationen aus erster Hand. Alle Häfen und Terminals ausgehend von Basel über Strasbourg und Karlsruhe bis einschliesslich Mannheim/Ludwigshafen (Rhein) sollen sukzessive an die IT-Plattform angeschlossen werden. Ziel ist es, nicht nur die Leistungsfähigkeit und Funktionstüchtigkeit der Plattform zu testen, sondern diese auch um neue Inhalte zu ergänzen sowie spezifische Anforderungen der Nutzer umzusetzen. Mit der vorgesehenen Erweiterung des Schiffsanmeldesystems auf alle Oberrheinhäfen wird es in Zukunft möglich sein, dass sich Schiffsführer und Reedereien direkt über das RPIS bei einem Containerterminal anmelden können.

In seinem Schlusswort bedankte sich Hans-Peter Hadorn, Geschäftsführer der Rhein Ports Basel-Mulhouse-Weil (Projektinitiator) bei den Teilnehmenden für deren Interesse an diesem Umsetzungsvorhaben. „Wir freuen uns, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit der neun Oberrheinhäfen im Sinne einer strategischen Allianz fortgeführt und intensiviert werden kann“, so Hans-Peter Hadorn abschließend.

Weitere Informationen zu den Oberrheinhäfen: www.upper-rhine-ports.eu

Auskünfte:

Simon Oberbeck, RheinPorts, +41 61 639 95 97, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Manfred Rausch, Port Autonome de Strasbourg, +33 (0)3 88 21 74 95, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Jens-Jochen Roth, Rheinhäfen Karlsruhe, +497217400, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!