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Die Upper Rhine Ports wollen das Verkehrsmanagement modernisieren

Unter dem Titel „Upper Rhine traffic management platform“ beabsichtigen die Oberrheinhäfen mit Unterstützung der EU, eine gemeinsame IT-Plattform zur Optimierung der Logistikabläufe in den Häfen einzuführen.

Eine Umsetzung der Empfehlungen des ersten EU-Projekts

Im Rahmen des Abschluss-Events am 25.11.2014 in Karlsruhe haben die Häfen zum Ausdruck gebracht, eine gemeinsamen Governance-Struktur zu untersuchen und sich zu einer Intensivierung der Zusammenarbeit im Rahmen eines neuen EU-Projekts ausgesprochen.

Seit diesem Zeitpunkt wurde ein neuer Antrag zu einem Projektaufruf des Förderprogramms der Europäischen Kommission für Transportprojekte ausgearbeitet. Diesen verfolgt die bislang europaweit einmalige trinationale Binnenhafen-Kooperation mit großem Interesse. Unter dem Titel „Upper Rhine traffic management platform“ soll eine gemeinsame IT-Plattform zur Optimierung der Logistikabläufe in den Häfen eingeführt werden. In einem progressiven Ansatz soll die Plattform zunächst bei den Rheinports Basel-Mulhouse-Weil als Pilotstandort eingeführt werden, bevor sie dann mit den notwendigen Anpassungen auf den gesamten Oberrhein ausgeweitet wird. Mit einem Gesamtbudget von ca. 2 M € ist der auf drei Jahre ausgelegte Förderantrag ein ambitioniertes Vorhaben, das schnell zu konkreten Verbesserungen in den Logistikabläufen führen soll und die Schifffahrt am Oberrhein zukunftsgerichtet nach vorne bringt.

Die Plattform soll mit in der Entwicklung stehenden Informationssystemen der Rheinschifffahrt vernetzt werden und einen transparenten Informationsfluss zwischen Transportunternehmen, Terminalbetreibern sowie den Schleusen ermöglichen. Hierfür können die Häfen auf mehrjährige Vorarbeiten der RheinPorts Basel-Mulhouse-Weil am Rhein aufbauen.

Der Projektantrag wurde der EU-Kommission in Brüssel am 25.2.2015 übergeben. Die Innovations-Initiative der Hafenkooperation wird auch von wichtigen europäischen Seehäfen unterstützt (u.a. Rotterdam, Antwerpen, Le Havre, Marseille).

Die Häfen verfolgen nun aufmerksam das bis September laufende Auswahlverfahren, im Rahmen dessen die Kommission aus den 900 erwarteten Anträgen die besten Projekte auswählen wird.